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Spendenbescheinigungen


Sie möchten einem in Klingenberg ansässigen Verein eine Spende zukommen lassen und dafür ein Spendenbescheinigung ausgestellt bekommen. Dabei ist folgendes zu beachten:

Spenden an Vereine sind ohne Umweg möglich
Wer seinem Verein eine Spende gönnte, musste früher den Umweg übers Rathaus gehen. Denn die Stadt Klingenberg a.Main stellte in der Regel die Spendenbescheinigungen aus, die über die steuerliche Absetzbarkeit der guten Tat entschieden. Dies wurde geändert und nun dürfen die Vereine selbst die Bestätigungen ausstellen.

Hierzu erhielten die gemeinnützigen Organisationen im Bereich des Finanzamtes Amorbach ein Merkblatt der Behörde zur Reform des steuerlichen Spendenrechts erhalten. Grund ist die »Verordnung zur Änderung der Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung«, die das Spendenrecht mit Wirkung vom 1.Januar 2000 neu ordnet.

Gemeinnützigkeit des Vereines
Der Verein muss als gemeinnützig anerkannt sein. Liegt keine Gemeinnützigkeit vor, so dürfen keine Spendenbescheinigungen für die Spender dieses Vereins ausgestellt werden. Als Empfängerkörperschaft für Spenden an Vereine und gemeinnützige Organisationen ist die Stadt Klingenberg a.Main gehalten, eine zeitnahe Überprüfung der Gemeinnützigkeit zu veranlassen. Die Gemeinnützigkeit des Vereins bzw. die Berechtigung für den betreffenden Verein Spendenbescheinigungen ausstellen zu dürfen, wird dem Verein durch das Finanzamt mitgeteilt.

Nur bei anerkannten Zielen
Die Abschaffung des Durchlaufspendenverfahrens bewirkt weiterhin, dass künftig bestimmte Vereine auch Bescheinigungen über die Mitgliedsbeiträge ausstellen können, aber nicht alle. Mitgliedsbeiträge können steuerlich geltend gemacht werden bei »als besonders förderungswürdig anerkannten Zwecken« des Vereins, wie etwa der öffentlichen Gesundheitspflege, Jugend- und Altenhilfe, der Förderung des Naturschutzes und anderen. Vom steuerlichen Abzug ausgeschlossen werden Mitgliedsbeiträge, für die »bei typisierender Betrachtung überwiegend Leistungen gegenüber Mitgliedern erbracht oder die in erster Linie im Hinblick auf die eigene Freizeitgestaltung geleistet werden«.

Dazu zählen unter anderem der Sport und kulturelle Betätigungen, »die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen«. Damit sind bei Gesangvereinen, Theaterspielvereinen und Theaterbesuchsorganisationen sowie den entsprechenden Fördervereinen wie bisher schon nur Spenden steuerlich begünstigt, aber nicht Mitgliedsbeiträge. Wenn ein Verein Zwecke fördert, die beiden Kategorien zuzurechnen sind, können die Mitgliedsbeiträge insgesamt nicht abgesetzt werden. Begründung: Sie betreffen den gesamten Verein und können nicht seinen einzelnen Zwecken zugeordnet werden.

Bei Körperschaften, die mildtätige, kirchliche, religiöse oder wissenschaftliche Zwecke fördern, sind wie bisher Spenden und Mitgliedsbeiträge abzugsfähig, auch wenn diese Zwecke nicht in dem Verzeichnis der »allgemein als besonders förderungswürdig anerkannten gemeinnützigen Zwecke« enthalten sind. Neu in das Verzeichnis der besonders förderungswürdigen Zwecke wurden aufgenommen: Hochwasserschutz, Hilfe für Aussiedler und Spätaussiedler, für Opfer von Straftaten, Verbraucherschutz, Schutz von Ehe und Familie sowie Kriminalvorbeugung.

Anspruch muss bestehen
Besondere Regelungen gelten, wenn Dienstleistungen für einen Verein erbracht werden oder wenn ihm Nutzungsmöglichkeiten, etwa von Räumen, überlassen werden.

Ein gemeinnütziger Verein kann für unentgeltlich zur Verfügung gestellte Arbeitsleistungen grundsätzlich nur dann eine Spendenquittung (»Zuwendungsbestätigung«) ausstellen, wenn vorher eine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde oder eine Regelung in der Satzung des Vereins besteht, aus der hervorgeht, dass das Mitglied einen Anspruch auf Bezahlung besitzt (»Aufwendungsersatz«), auf den der Anspruchsberechtigte verzichten und damit dem Verein einen entsprechenden Betrag zuwenden kann.

Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung ist, dass es sich nicht um ein Scheingeschäft handelt, wenn beispielsweise der Anspruch nur unter der Bedingung des späteren Verzichts eingeräumt würde. Dem Begünstigten muss es also frei stehen, ob er den Aufwendungsersatz vereinnahmt oder ob er ihn dem Verein als Spende zur Verfügung stellt. Wesentliche Voraussetzung dafür ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins, der in der Lage sein muss, den Aufwendungsersatz tatsächlich zu leisten, wenn das Mitglied es verlangt.

Verbindliches Muster
Bestätigungen für Spenden und Mitgliedsbeiträge müssen künftig nach einem verbindlichen amtlichen Muster ausgestellt werden. Für Geldzuwendungen und Mitgliedsbeiträge einerseits und Sachzuwendungen andererseits müssen dabei jeweils gesonderte Muster verwendet werden. Weitere Muster wurden festgelegt für Gemeinden, politische Parteien und Wählergemeinschaften.

Spenden bis 200 €
Für Spenden bis zu einem Betrag von 200 € wird es aus Vereinfachungsgründen zugelassen, dass anstelle einer vom Verein ausgestellten Zuwendungsbestätigung der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstituts (zum Beispiel ein Kontoauszug) vorgelegt wird. Näheres hierzu ist in § 50 Abs. 4 EStDV 1955 geregelt.






Klingenberg a.Main
Wilhelmstraße 12 | 63911 Klingenberg a.Main | Tel.: 09372 1330 | stadt@klingenberg.de
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